Reha-Zentrum Bad Gögging:Geriatrie

Inhalt

Die Geriatrie im Reha-Zentrum Bad Gögging

Behandlungsgrundsätze

Besonderen Wert legen wir auf:

  • eine gründliche Untersuchung des körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheitszustandes (geriatrisches Assessment)
  • Erfassung aller alltagsrelevanten Funktions- und Fähigkeitsstörungen
  • individuelle Vorbereitung der Entlassung für einen nachhaltigen Behandlungserfolg
  • wöchentliche Überprüfung des Behandlungsfortschrittes durch Leistungsdokumentation
  • das Erreichen eines größtmöglichen Erfolges im Rehabilitationsprozess, gemeinsam mit dem Patienten
  • Einbeziehung der Angehörigen in den Behandlungsprozess
  • einen ganzheitlichen qualitätsorientierten Behandlungsansatz
  • zielorientierte Definition der Therapieschritte im multidisziplinären Behandlerteam
  • Patientenzufriedenheit und uneingeschränkte Patientenorientierung
  • regelmäßige Patientenbefragungen
  • umfassende Falldokumentation
  • regelmäßige und gute Kontakte zu den Akutkrankenhäusern, die uns die Patienten zur Rehabilitation anvertrauen
  • direktes Anknüpfen an die Behandlung im Akutkrankenhaus
  • das Einbringen von neuen und innovativen Therapiemöglichkeiten. Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Fachkräfte im medizinischen und therapeutischen Dienst genießt daher einen hohen Stellenwert und wird entsprechend gefördert.

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Zulassungen

Es bestehen Zulassungen zur Durchführung von Anschlussheilbehandlungen (AHB) und stationären Heilverfahren. Außerdem ist das Reha-Zentrum Bad Gögging in den Bereichen Orthopädie und Neurologie zur Durchführung der Berufsgenossenschaftlichen Stationären Weiterbehandlung (BGSW) ermächtigt; für die Orthopädie liegt die Zulassung zur ambulanten Rehabilitation nach den Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) vor. Kostenträger sind die Deutsche Rentenversicherung, die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Berufsgenossenschaften sowie die gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

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Zielgruppen

Geriatrische  Patienten sind

  • i. d. R. mindestens 70 Jahre alt,
  • weisen eine "geriatrietypische Multimorbidität" auf,
  • haben gleichzeitig mehrere behandlungsbedürftige Erkrankungen, z. B. Schwindel, Sturzgefahr, Inkontinenz, Mangelernährung, medikamentöse Probleme, etc.,
  • haben ein großes Risiko der Einschränkung ihrer Selbstständigkeit,
  • haben ein hohes Risiko, Komplikationen zu bekommen,
  • haben neben den körperlichen Schädigungen auch psychische und neurokognitive Funktionsstörungen.
  • leiden oft an den Folgen eines Schlaganfalls

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Aufnahmekriterien

Wir nehmen Patienten mit dem gesamten Spektrum geriatrischer Krankheitsbilder zur geriatrischen Rehabilitation stationär auf, z. B. mit:

spezifischen geriatrischen Funktionsstörungen:

  • Gangstörungen
  • rezidivierende Stürze
  • Kontinenzprobleme
  • Cerebrale Abbauprozesse
  • Dekubitus
  • Fähigkeitsstörungen unklarer Genese
  • Verwirrtheitszustand nach akuter Erkrankung
  • Immobilitätssyndrom
  • Kommunikationsstörungen

Multimorbidität

  • mehrere gleichzeitig bestehende aktive interagierende Erkrankungen

Orthopädische/Chirurgische  Hauptdiagnosen, z.B.

  • Zustand nach Amputationen
  • Folgezuständen nach schweren allgemeinchirurgischen Eingriffen
  • Zustand nach Frakturen, Gelenk- und Wirbelsäulenoperationen
  • entzündlichen und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Entzündliche und degenerative Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates

Neurologische Hauptdiagnosen, z.B.

  • Gehirnfunktionsstörungen – insbesondere nach Schlaganfall
  • Parkinson-Syndrom
  • Sonstige Bewegungsstörungen

internistische Erkrankungen mit Funktions- und Fähigkeitsstörungen

  • Diabetes Mellitus mit Folgeschäden
  • Störung der Lungenfunktion, z.B. Folgezuständen nach Pneumonien
  • Ernährungsstörung
  • Herz- Kreislauferkrankungen
  • Chronische arterielle Durchblutungsstörungen und ihre Folgeerkrankungen

Erkrankungen der Psyche

  • Delir
  • Akute und chronische Verwirrtheitszustände nach akuter Erkrankung
  • Depressionen

Einen besonderen Behandlungsschwerpunkt in der geriatrischen Abteilung bilden Patienten mit

  • Folgezuständen nach Schlaganfall mit allen dabei auftretenden Funktionsstörungen wie neuropsychologische Defizite, Kau-Schluckstörungen
  • Gangstörungen

Hoher Rehabilitationsbedarf

  • neben fachärztlicher Kompetenz wird intensive Therapeutische Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Neuropsychologie, Logopädie und Sozialdienst einzeln oder in Kombination benötigt, um eine akute Erkrankung und deren Folgen zu überwinden und die Selbständigkeit zu erhalten bzw. wieder zu gewinnen.

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Besonderheiten der geriatrischen Rehabilitation im Reha-Zentrrum Bad Gögging

Ein spezielles geriatrisches Team erstellt das Aufnahmeassessment. Auf dieser Grundlage werden unter Einbeziehung von Patient und Angehörigen Therapieziele sowie eine Behandlungsstrategie festgelegt. Fortschritte und Dauer der weiteren Behandlung werden wöchentlich überprüft. Übergeordnetes Behandlungsziel ist dabei immer die Wiedererlangung oder der Erhalt einer größtmöglichen persönlichen Selbstständigkeit im Alltag.

Besonderheiten unserer Behandlung sind:

  • Ärztliche Behandlung durch Fachärzte für Innere Medizin, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Geriatrie, Gastroenterologie, Rehabilitationswesen
  • Fachärzte für Orthopädie, Neurologie, Phoniatrie aus dem Haus sind therapeutisch eingebunden.
  • Rund um die Uhr ist ein diensthabender Arzt im Haus, der jederzeit einen fachärztlichen Hintergrund einschalten kann.
  • Alle diagnostischen Untersuchungsmöglichkeiten des Hauses stehen auch den geriatrischen Patienten zur Verfügung.
  • spezielle Tagesversorgung unselbständiger Patienten, zur Förderung ihrer Fähigkeiten und zum Schutz vor Selbstgefährdung
  • 24h Betreuungskonzept durch sehr gut ausgebildete und erfahrene Schwestern und Therapeuten
  • wöchentliche Visite mit dem Team, Angehörige sind dabei erwünscht

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Kontraindikationen

  • beatmungspflichtige Patienten
  • Fehlende Rehabilitationsfähigkeit
  • Fehlende Bereitschaft zur Rehabilitation
  • Akutmedizinischer Behandlungsbedarf
  • Desorientiertheit mit Weglauftendenz
  • Schwere psychische Störungen mit Selbstgefährdung

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Leitziele der Behandlung

  • umfassende Diagnostik und Therapie aller alltagsrelevanten Störungen
  • besondere Berücksichtigung des Patientenwunsches
  • individuelle Therapieplanerstellung
  • fachärztliche Behandlung im multiprofessionellen Team
  • Einbeziehung von Begleitpersonen und Angehörigen in den Behandlungsprozess
  • interdisziplinäre Kooperation mit Fachabteilungen des Hauses
  • Wiederherstellung bestmöglicher oder vorbestehender geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit
  • Versorgung mit adäquaten Hilfsmitteln einschließlich Prothesenanpassung
  • Nachhaltige nachstationäre Versorgung

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Diagnostik

  • Labor (Routine-, Notfall)
  • Sonographie (Abdomen, Weichteile) Farbdoppler-Echokardiographie, Gefäßdiagnostik
  • EKG (Routine-, Belastung-, Langzeit-)
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Röntgen (Abdomen, Thorax)
  • Neuropsychologische Diagnostik
  • Sprachtherapeutische Diagnostik
  • Schluckdiagnostik (einschl. phoniatrisch-klinische Diagnostik mit Videoendoskopie)
  • umfangreiche HNO- und Phoniatrische Diagnostik bei Kau- Schluckstörung (u. a. Spirometrie, aerodynamische Stimmfunktionsanalyse, Elektroglottographie, Audiometrie)

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Ansprechpartner 

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Reservierung:

Tel.: 0 94 45 / 2 01 - 27 03 oder Tel.: 0 94 45 / 2 01 - 27 04
Fax: 0 94 45 / 2 01 - 27 90 

Ärztlicher Ansprechpartner:

Dr. med. Kristian Hahn, Chefarzt Geriatrie / Innere Medizin
Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für physikalische und
rehabilitative Therapie, klinische Geriatrie, Rehabilitationswesen 

Sekretariat: Frau Beringer

Tel.: 0 94 45 / 2 01 - 25 11
Fax: 0 94 45 / 2 01 - 25 90

 

Dr. Kristian Hahn
Chefarzt der Geriatrie / Innere Medizin

 

 

  • Geboren (1942) in Tilsit (Ostpr.), aufgewachsen in und bei Hannover, Besuch des neusprachlich-naturwissenschaftlichen Gymnasiums
  • Medizinstudium in Frankfurt und Heidelberg
  • Weiterbildung Innere Medizin Krankenhaus Bruchsal
  • 1972-1978 Weiterbildung Innere Medizin Krankenhaus Bruchsal
  • 1978-1980 Funktionsoberarzt Chirurgische Fachklinik Lorsch
  • 1980-1987 Chefarzt Nachsorgeklinik Bergstraße in Bensheim/ Bergstr
  • 1997-2004 Leitender Arzt Klinik für Geriatrie am Hufeland-Haus Frankfurt a.M.
  • 2005-2007 Chefarzt Geriatrische Klinik Sankt Katharinen Krankenhaus Frankfurt a.M.
  • 2004-2007 Lehrauftrag für Klinische Geriatrie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • seit 2007 Chefarzt Geriatrie/Innere Medizin Reha-Zentrum  Bad Gögging

Dr. Hahn ist Mitglied in zahlreichen Fachverbänden und hat bei der Entwicklung des Fachgebietes Geriatrie in Hessen mitgewirkt.

Veröffentlichungen:

„Strukturqualität geriatrischer und gerontopsychiatrischer Einrichtungen in Hessen“, Fachausschuss Qualitätssicherung in der Geriatrie, Geschäftstelle Qualitätssicherung Hessen, Eschborn 1998

„Empfehlungen für die Patientenüberleitung zur klinisch-geriatrischen Behandlung in Hessen“, Fachausschuss Qualitätssicherung in der Geriatrie, Geschäftstelle Qualitätssicherung Hessen, Eschborn 2003

Leitlinie „Enterale Ernährung bei Patienten mit Schlaganfall“ 8/2007