Reha-Zentrum Bad Gögging:HNO-Phoniatrie

Inhalt

Die HNO-Phoniatrie im Reha-Zentrum Bad Gögging

Behandlungsgrundsätze

Besonderen Wert legen wir auf:

  • das Erreichen eines größtmöglichen Erfolges im Rehabilitationsprozess
  • einen ganzheitlichen qualitätsorientierten Behandlungsansatz
  • zielorientierte Definition der Therapieschritte im multidisziplinären Behandlerteam
  • Patientenzufriedenheit und uneingeschränkte Patientenorientierung
  • regelmäßige Patientenbefragungen
  • umfassende Falldokumentation
  • regelmäßige und gute Kontakte zu den Akutkrankenhäusern, die uns die Patienten zur Rehabilitation anvertrauen
  • direktes Anknüpfen an die Behandlung im Akutkrankenhaus
  • das Einbringen neuer und innovativer Therapiemöglichkeiten. Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Fachkräfte im medizinischen und therapeutischen Dienst genießt daher einen hohen Stellenwert und wird entsprechend gefördert.

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Zulassungen

Es bestehen Zulassungen zur Durchführung von Anschlussheilbehandlungen (AHB) und stationären Heilverfahren. Die Rehabilitationsabteilung für stimm-, sprech-, sprach- und schluckgestörte Patienten behandelt seit 1996 in Zusammenarbeit mit der HNO-Universitätsklinik Regensburg, Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie der HNO-Klinik (Leiter: Prof. Dr. Dr. h.c. T. Hacki) Stimmstörungen, Kau- und Schluckstörungen, Artikulationsstörungen sowie Redeflussstörungen. Die Behandlung erfolgt sowohl im Rahmen von stationären Heilverfahren als auch Anschlussheilbehandlungen.

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zu behandelnde Krankheitsbilder

  1. Stimmstörungen
    • organisch
      • z.B. bei Stimmbandknötchen, -ödemen, -polypen
      • bei Kehlkopflähmungen (Stimmbandlähmungen)
      • nach Kehlkopfoperationen
      • als Unfallfolgen
    • nicht organisch/funktionell
      • belastungsbedingt
      • psychogen/psychosomatisch bedingt
  2. Kau- und Schluckstörungen
    aufgrund postoperativer, bestrahlungsbedingter und unfallbedingter Funktionsstörungen im orofacialen und Schlundbereich
  3. Artikulationsstörungen
    • nach Operationen im orofacialen Bereich
    • bei Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (Erwachsene)
    • nach einem Unfall
  4. Redeflussstörungen
    Stottern/Poltern (Erwachsene)
  5. chronisch-komplexer Tinnitus
    nach vorangegangener eingehender Diagnostik

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Aufnahmekriterien

Zur Einweisung ist eine internistisch-hausärztliche Beurteilung über den Allgemeinzustand (Blutdruck, Laborparameter, ggf. EKG) und die körperliche Belastbarkeit bezüglich der hier angebotenen Bewegungstherapie, Balneotherapie erforderlich. Die Patienten sollen mobilisiert sein und sich selbst hygienisch versorgen können.

Schluckgestörte Patienten sollen, wenn eine Aspirationsgefahr besteht, mit PEG- bzw. –Duodenalsonde versorgt sein. Bei diesen Patienten müssen oesophageal bedingte Dysphagien durch eine extern durchgeführte radiologische Diagnostik ausgeschlossen sein. Wegen der Komplexizität der Störungsbilder entscheidet der Leiter der Klinik über die Indikation zur Schlucktherapie im voraus nach Aktenlage.

Patienten mit Begleiterkrankungen können im Sinne des ganzheitlichen rehabilitativen Ansatzes konsiliarisch durch unsere Abteilungen Innere Medizin, Neurologie und Orthopädie mitbetreut werden.

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Kontraindikationen

Patienten

  • in schlechtem Allgemeinzustand, z.B. abklärungsbedürftige Herz-Kreislaufbeschwerden
  • mit bislang nicht behandelten bösartigen Geschwulsten an Stimm-, Schluck- und Artikulationsorganen
  • mit akut psychiatrischen und/oder Suchterkrankungen

Patienten mit Stimm-, Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen aufgrund neurologischer Grunderkrankungen werden in der neurologischen Abteilung unseres Hauses aufgenommen.

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Unterbringung

Die Patientenzimmer sind als Einzelzimmer zeitgemäß funktionell und komfortabel eingerichtet; der rein klinische Charakter tritt in den Hintergrund. Selbstverständlich werden auch Zimmer im Pflegebereich angeboten oder auch Doppelzimmer für den Fall, dass der Patient in Begleitung anreisen möchte.

Die Zimmer werden im Bedarfsfall mit Raumluftbefeuchtern ausgestattet, insbesondere bei Patienten mit Schleimhautstörungen. Eine Unterbringung im Komfortbereich mit hochwertigen Ausstattungs- und Serviceelementen ist ebenfalls möglich.

Ein Schwesternstützpunkt auf jeder Etage dient als unmittelbare Anlaufstelle und der direkten Betreuung.

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Leitziele der Behandlung

  • alle Behandlungsstufen von der stationären phoniatrisch-/hno-ärztlichen weiterführenden Rehabilitation über die AHB (Anschlussheilbehandlung) bis zur ambulanten Einzelbehandlung
  • individuelle Therapieplanerstellung
  • Einzel- und Gruppentherapien
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst rund um die Uhr mit fachärztlichem Hintergrunddienst
  • pflegerische Betreuung rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche
  • fachärztliche Betreuung
  • logopädische Behandlung
  • psychotherapeutische Betreuung
  • physiotherapeutisch-physikalische Behandlung
  • interdisziplinäre medizinische Betreuung durch die anderen Fachbereiche, ganzheitsmedizinisch orientiert
  • Sozialberatung

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Therapeutisches Konzept

Gesamtkörperlich-orientierte interdisziplinäre Therapie

Ein für Bad Gögging spezifisches Charakteristikum liegt in der Multidisziplinarität, d.h. es erwartet den Patienten ein koordiniertes, aufeinander abgestimmtes Behandlungskonzept: Ärzte und Therapeuten arbeiten Hand in Hand. Es werden diagnostische Ergebnisse/ Krankheitsvorgeschichte bzw. Therapieerfolge unmittelbar an den Mitbehandler weitergegeben, um somit einen optimierten Behandlungserfolg zu bahnen.

In regelmäßigen interdisziplinären Teambesprechungen steht der Patient im Vordergrund. Somit lässt sich leicht auf individuelle Bedürfnisse eingehen.

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Zielorientierung, Teamarbeit und Flexibilität

In Kenntnis des Krankheitsgeschehens unter der Einbeziehung der prognostischen Parameter werden erreichbare Therapieziele abgesteckt und gemeinsam mit den Patienten und auch Angehörigen erarbeitet.

Bei der Komplexität der Stimm-, Artikulations-, Sprech- und Schluckstörungen ist eine teamorientierte Behandlung unerlässlich.

Regelmäßige Besprechungen unter fachärztlicher Leitung gewährleisten den notwendigen Informationsfluss zwischen den Therapeuten, der Pflege und den Ärzten und erlauben flexible Anpassungen des individuellen Therapieplans.

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Interdisziplinäre Therapie

  • Phoniatrisch-hno-ärztliche Therapie
  • Logopädische Einzeltherapie
  • Kombinierte Stimmfunktions-Bewegungstherapie in Gruppen
  • Wahrnehmungstraining
  • Haltungs-/Bewegungserziehung
  • Rhetorische Schulung
  • Atemtherapie
  • Aquatische Stimmtherapie
  • Reizstromtherapie
  • Psychologische Therapie zur Thematisierung von Alltagsbelastungen, Stressmanagement ,
  • Krankheitsbewältigung, Alltagsdrogen, Interaktionstraining 
  • Raucherentwöhnungskurs
  • Entspannungstherapie
  • Biofeedback
  • Inhalationstherapie
  • Krankengymnastik, u. a. cranio-sacrale Therapie, etc.
  • Physikalische Therapie und Balneotherapie, insbesondere Lymphdrainagen, klassische Massagen,
  • Schmerztherapie, Fußreflexzonenmassagen, u.a.
  • Sporttherapie/Medizinische Trainingstherapie
  • Ergotherapie

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spezielle Betreuung

  • Einzelernährungsberatung, Diätkochkurse
  • Spezielle und individuelle Kostzubereitung für Patienten mit Kau- und Schluckstörungen
  • Sozialberatung
  • Gesundheitsseminare
  • Onkologische Gesprächsgruppen
  • Freizeit-Patientenbetreuung
  • Kurseelsorge

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Diagnostik

  • Phoniatrisch-/hno-ärztliche Untersuchung, u.a. mit Endoskopie des Stimm-/Schluckorganes, Lupenstroboskopie und Videodokumentation
  • Videotechnisch-kontrollierte endoskopische Mehrfarben-schluckuntersuchung
  • Psychologische Diagnostik
  • Logopädische Diagnostik
  • Spirometrie, Aerodynamische Stimmfunktionsanalyse
  • Schallanalyse
  • Elektroglottographie
  • Stimmfeldmessung
  • Stimmbelastungstest
  • Audiometrie

Weitere Diagnostik

  • EKG (Routine-, Belastung-, Langzeit-)
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Röntgen (Abdomen, Thorax, Nasennebenhöhlen)
  • Sonographie (Abdomen-, Weichteil-,Schilddrüsen-)
  • Lungenfunktion
  • Labor (Routine-, Notfalllabor)

Externe Diagnostik
(In Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg)

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der HNO-Universitätsklinik Regensburg fließen neueste klinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse in unsere diagnostisch-therapeutische Arbeit ein.

Sollte eine im Hause nicht durchführbare Untersuchung erforderlich sein, kann diese in der HNO-Universitätsklinik Regensburg vorgenommen werden.

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Ansprechpartner 

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Reservierung:

Tel.: 0 94 45 / 2 01 - 27 03 oder 0 94 45 / 2 01 - 27 05
Fax: 0 94 45 / 2 01 - 27 90 

Ärztlicher Ansprechpartner:

Hansjörg Kramer, Oberarzt Phoniatrie
Facharzt für Phoniatrie-Pädaudiologie, Rehabilitationswesen   

Sekretariat: Frau Kraus und Frau Riembauer

Tel.: 0 94 45 / 2 01 - 28 40
Fax: 0 94 45 / 2 01 - 25 90

 

Prof. Dr. med. Tamás Hacki
klinisch-wissenschaftlicher Leiter
der Abteilung HNO-Phoniatrie

  • Geboren (1944) und aufgewachsen in Budapest, Besuch des naturwissenschaftlichen Gymnasiums
  • Studium der Humanmedizin an der Semmelweis-Universität in Budapest
  • 1970–1977 HNO-Facharzt-Ausbildung im MAV-Krankenhaus und an der Ärzte-Weiterbildungsuniversität in Budapest
  • 1984: Facharztanerkennung „Phoniatrie“, Budapest
  • 1977–1986 HNO-Facharzt Audiologe und Phoniater am MAV-Krankenhaus, Budapest
  • ab Feb. 1986 an der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Medizinischen Hochschule Hannover, zunächst als Assistent, 1989 als Oberarzt und Chefarztstellvertreter
  • April 1986: Facharztanerkennung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Hannover
  • ab Mai 1986 Lehrauftrag an der Logopädenlehranstalt der Medizinischen Hochschule Hannover, 1989 deren Stellvertretender Leiter
  • Jan. 1990: Abschluss des Habilitationsverfahrens, Lehrberechtigung für "Phoniatrie und Pädaudiologie"
  • 1990: Facharztanerkennung für Phoniatrie und Pädaudiologie, Hannover
  • Dez. 1991 bis Feb. 1992: Gastdozent an der Columbia Universität, New York
  • April 1991: Deutsche Approbation
  • Juli 1992: Ernennung zum Professor (C3) für HNO-Heilkunde, Phoniatrie an der Universität Regensburg als Leiter der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie
  • Januar 1996: Mitbegründer und Leiter der Rehabilitationsabteilung Phoniatrie im Reha-Zentrum Bad Gögging für stimm-, artikulations- und schluckgestörte Patienten
  • Mai 1996: Mitbegründer und Leiter der Staatlichen Berufsfachschule für Logopädie an der Universität Regensburg.
  • Dezember 1999: Verleihung des Ehrendoktortitels „Dr. h.c.“ der Medizinischen Universität, Budapest  

Prof. Hacki engagiert sich auch international in seinem Fachgebiet in der International Association of Logopedics and Phoniatrics (IALP) und wurde mit verschiedenen Preisen für seine wissenschaftliche Leistung ausgezeichnet ("Annelie Frohn Preis"der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie; "Manuel-Garçia-Preis" der IALP). 

Als Pfeifvirtuose begeistert der Freizeitmusiker mit einer von ihm selbst entwickelten Pfeiftechnik, die ihm erlaubt, Triller, Tonsprünge und komplizierte, schnelle Tonfolgen mit der Exaktheit eines Instrumentes zu pfeifen. Sein Repertoire reicht von Klassik bis zu populärer Musik und ist teilweise auf CD erschienen.